Interview des Monats:
02/2008 mit Marta Jandová (Gesang)

Die Fragen wurden von Die Happy Fans gestellt:

1. Was macht Dich glücklich?
Ein schöner sonniger Tag mit jemandem, den ich mag. Eine gute Nachricht. Eine gelungene Aufgabe.

2. Beschreibe ein Polaroid-Foto! Wie würde es aussehen, wenn Du absolut ausgeglichen und zufrieden bist.
Ich hätte offene Haare, breites Grinsen und viele Farben um mich herum.

3. Wie hältst Du Dich und besonders Deine Stimme fit?
Habe aufgehört zu rauchen, singe jeden Tag. Mache Sport und trinke am liebsten Wein.

4. Würdest Du gerne eine Babypause einlegen?
Eines Tages sicherlich.

5. Wie seid ihr an das neue Album herangegangen? Unterscheidet sich die Herangehensweise zu den Vorgängeralben?
Jedes Album ist etwas anders entstanden. Diesmal viele Ideen erstmal jeder für sich, dann zusammen im Proberaum, dann nochmal draufstürzen und überarbeiten. Es ist immer ein spezieller Prozess.

6. Kannst Du das neue Album kurz beschreiben?
Sehr emotional. Textlich vor allem. Melodiös und persönlich.

7. Gibt es einen Song auf dem neuen Album, der besonders herausragt oder Dir besonders wichtig ist?
Schwierig. Lieb sie alle. Weil ich romantisch bin 🙂 vielleicht die traurigen Lieder, wie Still Love You, Don’t You und You Reach The End…

8. Wovon handelt der neue Song „Peaches“ und das Video dazu?
Peaches handelt vom Selbstschutz. Die Einstellung hält einen fern von Menschen, die meinen, einen besser als man selbst zu kennen. Die Ratschläge geben, ohne die Hintergründe zu kennen. Solche Menschen gibt es leider oft. Also ein bisschen ein Stinkefinger Lied.

9. Wo würdest Du das neue Album im Vergleich zu den anderen einordnen?
Hmmm. Schmeiss die alten Alben zusammen, mach ein bisschen vom 21. Jahrtausend dazu und hop – da sind wir!

10. Magst Du es mehr Hallenkonzerte oder doch lieber Open-Airs zu spielen?
Am Ende der Festival Saison die Clubgigs, vorm Sommer die Festivals 🙂 Beides hat seinen eigenen Charme. Klubkonzerte sind privater, alle kommen nur wegen Dir, sind also an „Dir“ interessiert. Bei Festivals schauen auch Leute zu, die einen vielleicht noch nicht kennen oder nie zum Konzert kommen würden. So muss man mehr kämpfen und kann neue Leute gewinnen. Beide Versionen sind super.

11. Für welches Bundesland würde Die Happy beim Bundesvision Songcontest antreten?
Hamburg!!!

12. Gibt es ein Tabu-Thema für Dich, über das Du nie einen Song schreiben würdest?
Wenn ich das Thema so auslegen darf, wie ich es empfinde, dann gibt es kein Tabu.

13. Wo siehst Du Dich / Die Happy in 10 Jahren?
Hoffentlich noch fit auf den Füßen. Hoffentlich sind wir weiter hin Freunde und dürfen zusammen Musik machen.

14. Hat sich das Verhältnis innerhalb der Band in den letzten 10 Jahren seit Supersonic Speed verändert?
Sicherlich. Man wird erwachsener, sucht auch mehr Freizeit außerhalb der Band, jeder führt ein anderes Leben… Haben uns viel gezofft und gelernt uns zu tolerieren und akzeptieren. Manchmal mag der eine den anderen lieber, mal weniger… Im Großen und Ganzen sind wir weiterhin vier Bekloppte, die sich auf der Bühne lieben.

15. Welche Musik läuft gerade in Deinem iPod?
Ein Mix unterschiedlicher Bands. Habe mir viel von früher drauf gepackt. Einzelne Lieder, wie Sleeping Satelite von Tastin Archer, To Be Free von Emiliana Torrini, Quelqu’un m’a dit von Carla Bruni, All I Need von Air etc. Und Hörbücher.

16. Auf welches Konzert würdest Du gerne gehen?
Jetzt gerade hätte ich Lust auf Aerosmith. Die alten Hits mitgrölen.

17. Welchen Stellenwert haben Fans und speziell der Fanclub für Dich und Eure Arbeit?
Sehr sehr wichtig. Für wen sonst sollten wir unsere Lieder spielen, wenn nicht für die Fans. Es ist unglaublich, wenn „mir-fremde“ Menschen meine Texte mitsingen und bei den Konzerten mit uns springen. Die größte Bestätigung eines Musikers. Manchmal ist es nur schwierig, das private im privatem zu behalten. Zum Glück passiert das nicht sehr oft, dass jemand bei mir sofort einziehen will 🙂

18. Welche Aktion würdest Du gerne mal mit dem Fanclub erleben?
Ich fand den Prag Ausflug super gelungen. Man ist dann „frei“ im Sprechen, nicht auf irgendwelche Autogrammstunden-Zeiten festgenagelt und fühlt sich gut aufgehoben. Natürlich kommt es drauf an, wie groß die Gruppe der Menschen ist. Bei 200 Mit-Reisenden wäre es vielleicht nicht mehr so schön.

19. Was würde sich für Dich und die Band ändern, wenn das neue Album megamäßig einschlagen würde und ihr alle Medienpreise absahnen würdet?Thorsten würde sich weitere 50 Gitarren kaufen, ich ein Segel, Flug und und und Schein machen, Ralph wäre der größte Fond Inhaber und Jürgen würde sich ein Studio bauen. Wir würden wohl alle von Mietern zu Inhabern werden (in dem Alter auf jeden Fall richtig), würden versuchen den Rest der Welt zu erobern und endlich eine richtige Welt Tour machen. N.Y., Tokyo, Rio, L.A., Paris, Singapour, Sydney, Capetown, Moscow etc. etc. Ein Grammy wäre dann auch nicht verkehrt. 🙂

20. Zum Abschluss: 3 Wünsche für die Zukunft!
1 – Nie aufhören leidenschaftlich Musik zu machen, so erfolgreich, dass man sich dieses „Hobby“ auch leisten kann.
2 – Eines Tages eine glückliche Familie gründen zu können, mit Haus auf dem Land und allem Schnick Schnack.
3 – Nach einem langen (!) und erfüllten Leben glücklich zu sterben.

Marta

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