Interview des Monats:
01/2008 mit Thorsten Mewes (Gitarre)

Die Fragen wurden von Die Happy Fans gestellt:

1. Mit welchen drei Worten würdest Du Die Happy beschreiben?
einfach gute Musik

2. Was macht Die Happy einzigartig?
Marta Jandová

3. Wie ist Deine Meinung zu Online-Musik-Portalen? Findest Du diese Entwicklung richtig und gut?
Bei den illegalen Tauschbörsen entscheiden irgendwelche minderbemittelten Dummköpfe, ob sie Musik von uns Jedermann zur freien Verfügung stellen – DAS ist ein grosses Problem. Solange man selbst darüber entscheiden kann, was mit den eigenen Kompositionen geschieht, finde ich Online Musikportale eine grossartige Entwicklung. Und zum Beispiel kostenpflichtige Portale wie iTunes oder Mp3.de nutze ich regelmässig selbst. Das Geniale dabei ist, dass man 24 Stunden lang – rund um die Uhr – Musik kaufen kann und das auch noch zu einem äusserst fairen Preis.

4. Wie einigt ihr Euch auf eine Setlist für ein Konzert (Tour)?
Das ist meist kein grosses Problem. Den grössten Anteil hat immer das aktuelle Album und danach gibt es natürlich die „Klassiker“, auf die man nicht verzichten kann und will. So findet sich eine Setliste meist fast von selbst.

5. Wie hat sich die Arbeit im Studio verändert von Supersonic Speed bis zum neuen Album?
Wir haben im Laufe der letzten 8 Jahre ganz verschiedene Studiopraktiken getestet. Es gibt dabei kein „richtig“ oder „falsch“, man muss einfach vorher entscheiden, was das jeweilige Album braucht. Das einzige, was sich vielleicht verändert hat, ist die Erfahrung und eine gewisse Routine, wenn es darum geht, eine Idee soundlich und musikalisch zu formen. Da wissen wir mittlerweile ganz genau, wie wir zu welchem Ergebnis kommen und gelangen so viel schneller ans Ziel.

6. Viele erhoffen sich wieder ein rockiges Album. Kannst Du diese Hoffnung bestärken? Was erwartet uns auf dem neuen Album?
Es wird – wie immer – schnelle Nummern und auch Balladen geben. Dass wir es nicht jedem Recht machen können, ist uns schon lange klar. Darum haben wir wieder einmal ein Album gemacht, das uns selbst total gut gefällt und auf das wir stolz sein können. Wenn wir damit viele Leute berühren werden, macht uns das natürlich total glücklich – ich würde sagen: Wir lassen es darauf ankommen, denn wir haben grossartige Songs geschrieben.

7. Du bist ja ein Städtereisender. In welcher Stadt fühlst Du Dich am wohlsten?
Aufgewachsen bin ich in der Nähe von Ulm und das wird auch immer meine Heimat bleiben. Danach habe ich fast 4 Jahre lang in Thun gelebt, was definitiv eine absolut traumhafte Stadt ist – man fühlt sich dort wie an einem Urlaubsort. Berlin widerum ist eine Stadt, die NIE schläft, sich stets in einer Umwandlung befindet und meiner Meinung nach im Moment die Kulturhaupstadt Europas ist. Hamburg hat mit dem Hafen extrem internationales Niveau, bleibt dabei aber stets gelassen und solide. Für mich ist diese Stadt im Moment der ideale Ort, um meine privaten Bedürfnisse zu befriedigen. Wichtig ist bei den Städtereisen aber immer der Freundeskreis um einen herum, egal in welcher Stadt man lebt.

8. Nach welchen Kriterien wählt ihr die Songs aus, die letztendlich auf einem Album landen?
Für dieses Album hatten wir fast 40 Songideen. Davon haben wir etwa 25 zu fertigen Songs gemacht und 16 Stücke wurden dann im Studio aufgenommen. Am Ende muss immer die Gesamtmischung stimmen und die Stücke müssen musikalisch zusammen passen, damit es ein rundes, stimmiges Album wird. Diese Selektion steht uns im Moment noch bevor.

9. Was war Dein schönstes Konzerterlebnis?
Also mein schönstes Konzert, das ich als Gast besucht habe, war THE POLICE und das Beste DIE HAPPY Konzert spielten wir im LKA in Stuttgart im Jahr 2006.

10. Sieht Dein Leben heute anders aus als vor 10 Jahren?
Vor 10 Jahren träumte ich noch von einer Karriere als Profi Musiker und heute mit fast 36 Lebensjahren darf ich diesen Beruf immer noch ausführen, was mich total stolz, zufrieden und glücklich macht. Ich weiss dieses Privileg sehr zu schätzen und wünsche mir täglich, dass es noch lange so bleiben wird.

11. Wie / wo siehst Du die Zukunft von Die Happy?
Ich wünsche mir immer noch, dass die Mehrheit der Deutschen erkennt, wie genial wir sind und sehe mich daher auf Tour in grossen Hallen und als Headliner auf den bekannten Open Airs.

12. Wie sieht für Dich ein perfekter Tourtag aus?
Morgens ein perfektes Frühstück nach einem sonnigen Frühsport Lauf, dann im Internet surfen auf der Sonnenterrasse vor dem Club. Nach dem Soundcheck ein leckeres, mit Liebe gekochtes Abendessen, danach nette Interviews mit interessierten Journalisten und als Krönung ein super gespieltes Konzert mit einem Publikum, das total viel Energie mit uns austauscht. Nach der Show eine warme Dusche, ein paar Becks im Bus, der uns in die nächste Stadt bringt und dann mein wärmendes Bett und ein Gute Nacht Gespräch am Telefon mit meiner Liebsten zuhause.

13. Habt ihr eine bestimmte Vorgehensweise bei der Entwicklung von neuen Songs (z.B. Jamsession)?
Manchmal „jammen“ wir im Proberaum, aber wir arbeiten auch oft an Ideen, die jemand von Zuhause mitgebracht hat und versuchen so gemeinsam, den Songs unseren Stempel aufzudrücken. Es passiert auch, dass wir uns mit einem Songschreiber treffen, um so mit einem „neuen Bandmitglied“ auf andere Ideen zu kommen.

14. Gibt es einen Song von Euch zu dem Du gerne ein Video drehen würdest? Wie würde das Drehbuch dazu aussehen?
Ich würde gerne „Cherry Girl“ verfilmen. Das Drehbuch würde aussehen wie der neuseeländische Film „Die letzte Kriegerin“, denn ich glaube, der Text wird oft missverstanden.

15. Dein größter Traum!?
Eine goldene Platte, die in meinem Eigenheim hängt.

bine

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