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Prag spezial – oder wie die „goldene Stadt“ für uns Platin wurde

Am Anfang war die Idee, und die war gut: Marta in ihrer Heimat als Fremdenführerin für Fanclubmitglieder! Bernd hatte schon mal vorgefühlt und den Kontakt immer gehalten, Bine war in vielen weiteren Gesprächen am Ball geblieben und schließlich wurde es in diesem November dann auch wahr. Nicht, dass wir Marta erst hätten überreden müssen, sie war sofort Feuer und Flamme – aber einen Termin zu finden, das war die Herausforderung! Das Wochenende 17.-19.November 2006 hatten wir (bzw. Marta) uns dann ausgesucht und erfreulicherweise fand sich auch gleich eine große Zahl von Interessenten, die Lust auf ein Treffen des Fanclubs in Prag hatten.

Die tschechische Hauptstadt ist ein attraktives Reiseziel und die Aussicht auf eine besondere Stadtführung sowie ein lustiges Wochenende mit Marta und vielen anderen Fans von „Die Happy“ sorgten wohl für den großen Erfolg dieser Fanclub-Aktion. Der DHFC konnte zwar finanziell keinerlei Unterstützung leisten und auch die Anreise musste individuell geplant werden, über das Forum auf unserer Homepage gelang aber immerhin die Koordination ausgezeichnet. Es wurde Urlaub eingereicht, Fahrgemeinschaften wurden gebildet, Flieger und Bahnplätze gebucht, und alles mit einem Ziel: Ein geiles Wochenende in Prag!

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Mehr oder weniger erfolgreich gestaltete sich mitunter die Anreise und bis das Dorint-Hotel „Don Giovanni“ gefunden war, verging im einen oder anderen Fall auch noch ein bisschen Zeit, aber schließlich trafen doch alle irgendwann vor Ort ein. Der erste Schock mit der Kaution von 200 Euro für das Zimmer musste erst verkraftet werden, aber als dann klar wurde, das man dafür nur 25 Euro pro Nase für das Zimmer wird lohnen müssen, konnte man damit auch recht gut umgehen. Viele von uns werden sich die Zimmerliste der Teilnehmer einrahmen und über das Bett hängen, denn sie war schon etwas Besonderes. Wir checkten im Hotel als VIPs im Gefolge von „Die Happy“ ein – und nicht nur das…… Was bisher noch ein streng gehütetes Geheimnis war, konnte man der Liste auch entnehmen: Jürgen und Ralph sollten am selben Tag wie wir ebenfalls kommen und einen Tag später auch noch Thorsten, was nicht weniger bedeutete als dass es sich der komplette männliche Part der Band auch nicht hatten nehmen lassen, Marta daheim zu besuchen. Ein weiteres Schmankerl, speziell für unsere weiblichen Mitglieder!

Lange Zeit blieb am Freitag nicht, max.1 Stunde oder 2 Pilsner Urquell, dann war es schon Zeit aufzubrechen in ein typisches tschechisches Restaurant mitten in Prag, wo Marta Tische und ein Essen für uns bestellt hatte. Die Tische haben wir gleich mal alle zusammengestellt und einen großen draus gemacht und dann tauchte auch die Frau auf, die hier ein Heimspiel hatte. Marta stieß zu uns und freut sich besonders, alle in ihrer Heimat begrüßen zu dürfen. Wir hatten schon die ersten Teller mit Fleisch, fetten aber leckeren Würstchen, Klößen und Kraut vertilgt, als dann draußen das Taxi anfuhr und schließlich auch die letzten, der DHFC-Touri-Gruppe angehörenden, Urlaubsgäste (mithin die Organisatoren) ankamen. Per Flieger waren sie in die tschechische Hauptstadt gelangt und wurden schließlich per Handy noch zu uns geleitet.

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Das Essen war gut, der Becherovska vielleicht eher gewöhnungsbedürftig, aber keiner ließ sich lumpen- der Verdauung hat es sicher gedient… Als das Personal des Restaurants dann kurz nach 23 Uhr aufstuhlte und auch mit Engelszungen nicht zu Überstunden zu überreden war, machte sich die gesamte Gruppe dann noch in Richtung irgendeines Clubs auf. Das „Rockcafe“ hatte seine besten Zeiten wohl während des kommunistischen Regimes gesehen und hat wohl auch Marta etwas enttäuscht, dafür war direkt dort eine Gedenkstätte, die an die Helden des Widerstands erinnerte und da an diesem Tag (oder besser bis eine halbe Stunde zuvor) auch noch der Nationalfeiertag war, brannte man dort eine Kerze an. Dann machten wir uns in Richtung Karlsbrücke auf und genossen die wunderschöne Stadt erstmal bei Nacht. Etwas Schwund gibt es ja immer und so suchten uns einer der Gruppe während des ganzen Abends, dabei wäre es so einfach gewesen, uns bei der Karlsbrücke zu treffen, wo in einem kleinen Club einige noch ein paar Drinks nahmen, andere abtanzten, aber schließlich jeder noch seinen Spaß hatte. Riesenkompliment und Dankeschön in diesem Zusammenhang noch mal an Marta, die nicht nur ein sehr gutes Hotel und Restaurant ausgesucht hatte, sondern nach dem Clubbesuch auch noch eben mal ca.7 Taxis organisierte, die uns in rasender Fahrt und zum Sonderpreis schnell zum Hotel zurückbrachten, wo die meisten (richtig: die meisten, längst nicht alle!) ihr Haupt schon bald aufs Kopfkissen legten …
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Dafür gab es allerdings auch eine triftigen Grund und der wurde manchen (richtig: manchen, längst nicht allen!) dann am nächsten Morgen sehr bewusst. Treffpunkt für die Stadtführung mit Marta war 9 Uhr in der Stadt und 8.15 Uhr im Hotel. Auf das Frühstück hatten wir ja bewusst verzichtet, denn das wäre im Verhältnis fast so teuer gewesen, wie das was wir für die Zimmer zahlen mussten, und so ging´s mit dem24-Stunden-Bahnticket von gestern auf direktem Wege wieder ins Zentrum Prags, wo immerhin die Chance bestand einen Kaffee bzw. einen wirklich sehr guten Cappuccino zu trinken. Langsam kehrte das Leben wieder in die müden Körper zurück und die ganz besondere Stadttour begann, in deren Verlauf auch unser einziges slowakisches und gut ausgeschlafenes Mitglied, endlich zu uns stieß. Marta, als Führerin mit einer langstieligen Rose ausgestattet, plauderte aus dem Nähkästchen, erzählte Geschichten von früher und heute, zeigte uns mal eine ganz besondere Profilansicht von König Karl IV., dem Bauherrn Prags und endete schließlich direkt an der Moldau. Nach der scheinbar endlos langen Tour, die besonders für Japaner (richtig: Prag bietet wirklich ein Fotomotiv nach dem anderen) ein Highlight gewesen wäre, entschlossen wir uns zu einer Bootsfahrt auf der Moldau. Bei kühler Witterung ein eher zweifelhaftes Vergnügen auf dem Oberdeck, aber immerhin die Gelegenheit die Füße etwas auszuruhen und die Stadt mal von einer anderen Seite aus zu sehen. Marta hatte mal wieder einen besonderen Gruppenpreis ausgehandelt und so blieb danach auch noch Geld übrig für ein Mittagessen, wobei besonders die Riesenpizzas beim Italiener an der Karlsbrücke Eindruck machten. Unsere Fremdenführerin hatte sich, nach dem Gruppenfoto zur Erinnerung, inzwischen aus dem Staub gemacht, aber sie hatte auch einen wirklich guten Grund dafür. Sie musste los, um sich auf das abendliche Konzert mit der Gruppe ihres Vaters vorzubereiten. Dort sollten wir sie dann ja am Abend wieder sehen!
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Den Nachmittag verbrachten alle auf unterschiedliche Art und Weise. Um18 Uhr (zu dieser ungewöhnlichen Konzert begann das Konzert) waren dann die meisten aber vor Ort, um sich die bekannte tschechische Band „Olympic“ in einer 15.000 Zuschauer fassenden und gut gefüllten Halle anzuschauen und anzuhören. So richtig erschloss sich den meisten die Seele der tschechischen Musikfreunde zwar nicht, aber das dreistündige Konzert mit den größten Hits der Band um Martas Vater Petr Janda, kam gut an. Die Halle war sehr komfortabel, der Weg zum Bierstand kurz und vor allem frei zugänglich, viele Fernsehgeräte in den Vorräumen und damit auch der Abend derer, die andere Musik bevorzugten, auch gerettet. Ganz andere hatten noch nicht mal den Weg zum Konzert gefunden und stattdessen den ganzen Abend ausprobiert, ab welchem Bierpreis das Kopfweh am Morgen inbegriffen ist….

Die Konzertbesucher hatten dann auch noch Durst und Lust auf eine andere Location, wo man sich nach einem kleinen Zwischenstopp beim Schnellimbiss und einer weiteren Stadtführung durch die „goldenen Stadt“, dann einfand. Wieder ganz in der Nähe der Karlsbrücke wurde man in einer schönen Cocktailbar heimisch, wo der Abend bei anderer Musik und guten Gesprächen dann gemütlich ausklang. Aber Halt, so ganz Schluss war dann doch noch nicht. Im Hotel angekommen, fand sich noch eine kleine illustre Truppe an der Bar wieder, die extra noch ein paar Minuten länger geöffnet war. Immer mehr kehrten zurück, immer prominenter wurde die Runde und immer schwieriger der Nachschub, denn die Bar hatte jetzt längst geschlossen. Kein Problem, wozu gibt es denn Minibars. So ziemlich jedes Zimmer wurde geentert, so ziemlich jede Minibar geleert, und auf die Folgen müssen wir an dieser Stelle auch nicht noch einmal näher eingehen …

Egal, am Sonntagmorgen konnten die meisten ja ausschlafen. Einige wenige mussten sich auch schon früh aufmachen, aber irgendwie haben es alle geschafft. Spätestens am Abend waren alle wieder zurück in der Slowakei, in Hamburg, Berlin und Umgebung, im Ruhrgebiet, in der Pfalz, Bayern, Hessen, Niedersachsen, in Baden-Württemberg etc. Nur ein Pseudo-Engländer, der vorzeitig angereist war, konnte es sich erlauben, noch etwas länger zu bleiben … Unter dem Strich eine Riesensache, die sich so schnell sicher nicht wiederholen lässt, aber dem Fanclubteam wird schon wieder was einfallen. Man darf gespannt sein!

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